Am Samstag, den 7. Februar 2026, feiert die maronitische Gemeinde Frankfurt am Main um 18.00 Uhr in der Kirche St. Wendel ihr Patronatsfest zu Ehren des heiligen Maron.
Im Mittelpunkt steht eine Heilige Messe nach dem maronitischen Ritus, die erstmals bewusst vollständig in deutscher Sprache gefeiert wird.
Dieser Schritt ist kein Bruch mit der Tradition – im Gegenteil:
Er ist Ausdruck eines vertieften Verständnisses von Tradition.
Übersetzen heißt nicht vereinfachen
Die maronitische Liturgie wird an diesem Abend nicht verkürzt oder angepasst, sondern sorgfältig und theologisch verantwortet übersetzt – sprachlich und kulturell. Die Melodien bleiben, ihre Tiefe, ihr Gebetston, ihre jahrhundertealte geistliche Dichte. Neu ist die Verständlichkeit der Sprache, die es ermöglicht, innerlich mitzuvollziehen, mitzusingen und mitzubeten. Damit öffnet sich die maronitische Liturgie bewusst auch für Menschen, die mit dem syrisch-aramäischen Erbe nicht vertraut sind, aber offen sind für seine geistliche Kraft.
Liturgie als Brücke
Diese Feier versteht sich als Brücke: zwischen Ost und West, zwischen Herkunft und Gegenwart, zwischen Bewahrung und Weitergabe. Der heilige Maron steht dabei sinnbildlich im Zentrum: als Mönch der Stille, der Klarheit und der geistlichen Radikalität – und zugleich als Ursprung einer Kirche, die gelernt hat, in unterschiedlichen Kulturen verwurzelt zu bleiben.
Gestaltung der Feier
Zelebrant und Prediger ist
Pater Roger Abdel Massih CML,
stellvertretender Leiter der Maronitenmission in Deutschland.
Die musikalische Gestaltung übernehmen
Alexandra Gockel-Bok (Musik)
und Pater Gaby Geagea CML (Gesang),
in enger Anlehnung an die maronitische Gesangstradition.
Einladung zur Begegnung
Im Anschluss an die Liturgie laden wir herzlich ein, bei einem Glas libanesischen Weins im Gemeindehaus zu verweilen, einander zu begegnen und ins Gespräch zu kommen. Die maronitische Gemeinde Frankfurt lädt herzlich ein – zu einer Feier, die nicht erklärt, sondern erfahrbar macht, was maronitische Spiritualität heute bedeutet.











