28. März 2012
Liebe Brüder und Schwestern im Glauben!
Wir gehen auf die Heilige Woche zu.
Sie beginnt am 1. April mit dem Palmsonntag – Gottesdienst um 12h30.
Wir gedenken des triumphalen Einzugs Jesu in Jerusalem.
Welch einen Empfang bereitete man ihm!
Er wurde bejubelt und gefeiert.
Welch eine Genugtuung für seine Jünger!
Endlich die verdiente Anerkennung!
Nach alter Tradition feiern wir diesen Einzug mit Prozessionen und Lobliedern.
Die Kinder sind herzlich zur aktiven Teilnahme eingeladen.
Dann treten wir ein in die Leidenszeit Jesu.
Machen wir uns bewußt:für uns nahm er Kreuz und Leid und Tod auf sich.
Sagen wir doch einmal -jeder für sich- statt “für uns” – “für mich”.
Für mich ließ der Sohn Gottes sich auspeitschen und verhöhnen und einen Kranz aus Dornen auf das Haupt drücken.
Für mich schleppte er das Kreuz nach Golgatha.
Ausgestoßen von allen – den Menschen und auch Gott.
“Mein Gott,warum hast du mich verlassen?”
Eine erschütternde Frage,
die seine ganze Verlassenheit und auch Verzweiflung zeigt.
Seine Jünger, sein engster Freundeskreis,
hatte ihn schon verraten und verleumdet und im Stich gelassen.
Nun auch der Vater?
Welch grenzenlose Verlassenheit, welch grausamer Schmerz.
Wie lange ist es her, dass Bekenntnis des Vaters:
“Dies ist mein geliebter Sohn!”
Und jetzt?
-
“Für mich” erlitt und erduldete er auch dies.
Der Austausch eines Wortes,”mich” statt “uns”
macht die ganz persönliche Dimension dieses Erleidens noch spürbarer.
Am Mittwoch,dem 4.April,
betrachten wir das Leidensbuch des Alten Testamentes,das Buch Ijob.
Wir befassen uns mit dem Leid dieses Gottgläubigen
praktisch als Vorstufe zu Jesu Leiden.
Beginn dieser Bibelstunde um 19,00 Uhr.
Am Gründonnerstag 5. April,
gedenken wir der Einsetzung des Altarsakramentes:
“Dies ist mein Leib – Dies ist mein Blut.”
Jesus selbst will uns Speise sein.
Und er macht sich klein, macht noch einmal deutlich,
dass er nicht als König gekommen ist.
Er wäscht seinen Jüngern die Füße -
damit sie ganz rein sind und Gemeinschaft mit ihm haben.
In unserem Gottesdienst um 17Uhr werden wir auch dieser großen,
demutsvollen Handlung gedenken und entsprechen.
Außerdem bieten wir am Gründonnerstag ab 20,30 Uhr Zeit
für eine Eucharistische Anbetung an mit Musik und geistlichen Lesungen.
Bedenken wir die Frage Jesu:
“Konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?”
Heute gilt diese Frage uns.
Auch besteht Gelegenheit zur Beichte.
Am Karfreitag, 6.April,
begehen wir die Liturgie vom Leiden und Sterben
Jesu Christi nach unserer maronitischen Tradition um 15,00 Uhr.
Lassen wir uns mit hineinnehmen in sein Leiden und Sterben
nur dann können wir mit ihm auch auferstehen.
“Sind wir mit Christus gestorben,werden wir mit ihm auch auferstehen.”
Der Samstag vor dem Osterfest ist
nach maronitischer Tradition der Licht-Samstag.
Um 12Uhr mittags beten wir gemeinsam schon in Vorfreude
auf die Auferstehung zur Muttergottes das Gebet
“Freu dich,du Himmelskönigin.”
Die Auferstehungs-Liturgie mit Lichtfeier dann ist um 23,30Uhr.
“Christ ist erstanden – Er ist wahrhaft auferstanden!”
Fundament unseres Glaubens – die Überwindung von Tod und Verdammnis.
Weil Er den Tod für uns litt und überwand.
Am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung
mit einem feierlichem Gottesdienst um 12,30Uhr.
Anschließend laden wir zu einem festlichem Mittagsessen ein,
symbolhaft mit gebratenen Lämmern.
Und am Ostermontag,
als Abschluß dieser heiligen Tage,
feiern wir um 12,30Uhr einen Gottesdienst zu Ehren der Muttergottes.
“Den du zu tragen würdig warst -
der Heiland lebt,den du gebarst.Freu dich,Maria!”
Das ist unser Programm für und mit Euch in unserem Kloster Haus Maria in Warburg.
Ihr seid herzlichst eingeladen,
diese Tage und das Osterfest gemeinsam mit uns Priestern zu feiern!
Wir bieten Übernachtungsmöglichkeiten für 25 Personen und bitten nur, Bettwäsche doch mitzubringen.
Meldet Euch an – wir freuen uns auf Euch!
Kloster Haus Maria
Am Heinberg 1, 34414 Warburg